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Biohof Ramesedt

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Ruine Haichenbach - Kerschbaumer Schlössl


1391 kaufte der Graf Nürnberg dieses Schloß, welches bald darauf gestürmt wurde und der Graf und seine Familie hingerichtet wurden.
ruine-haichenbachKurz vor der Hinrichtung aß der Graf eine Handvoll Kirschen, spuckte die Kirschkerne über die Festungsmauer und verfluchte dabei die grausamen Mörder.

Sein jüngster Sohn wurde gerettet und wuchs ohne Wissen um seine Herkunft hier in der Umgebung auf. Als die tyrannische Herrschaft der neuen Burgherren unerträglich wurde, erstürmte er mit Passauer Soldaten die Festung, wobei ihm ein an der Mauer hochgewachsener Kirschbaum sehr von Nutzen war.

So hatte sich der Fluch erfüllt; und noch heute kann man des nachts das Geklirre der Waffen hören ...

Später waren Raubritter der Schrecken der ganzen Umgebung und auch Teufel sollen in Haichenbach ihr Unwesen getrieben haben.


Die langen Teufel von Haichenbach

ruine-haichenbach-tafel
Unterhalb des Ortes Wesenufer zwingt ein langgestreckter Bergrücken die Donau zu einer scharfen Biegung. Der Berg, dem sie ausweicht, heißt Brodlspitz. Von seinem steilen Abhang schauen die zerborstenen Mauern der Ruine Haichenbach ins Tal hinab.
Einst saß auf dem stolzen Felsennest ein gefürchteter Raubritter, der lange Zeit der Schrecken der ganzen Umgebung war. Kaufleute, die mit ihrern Waren die Donau entlang zogen, überfiel er aus dem Hinterhalt und plünderte sie aus. Manchmal sperrte er den Donaustrom mit einer Kette und zwang so jedes talfahrende Schiff anzuhalten, worauf seine Reisigen sich auf die Bemannung stürzten, sie überwältigten und die geraubten Waren in die Burg schleppten.
Der Bischof von Passau, dem das Land ringsum untertan war, versuchte den Räuber zu bekehren. Er bat, er ermahnte schließlich drohte er mit Kirchenstrafen. Doch der Haichenbacher spottete nur darüber. Eines Tages aber ereilte auch ihn sein Verhängnis; er brach sich bei einem tollkühnen Ritt das Genick, und als er auf dem Totenbett lag, schlug des Nachts der Blitz ein, und das Feuer verwandelte die schöne Burg in einen glosenden Trümmerhaufen.

Einige Zeit später träumte dem Bischof von Passau, er stünde am Rande eines feurigen Abgrundes und höre in der Tiefe eine Stimme: "Herr Bischof, erbarmt Euch meiner! Ihr allein könnt meine Qualen lindern! Schickt einen Brief mit geweihtem Siegel nach Haichenbach und laßt das geraubte Gut holen, damit ich nicht ewig in siedendem Gold rösten muss."
Der Bischof sandte wirklich einen Boten mit Siegel und Brief nach Haichenbach. Um die Mitternachtsstunde stieg der Bote zur Burgruine hinan. Indessen warteten die Schiffsleute des Bischofs mit einer Plätte auf die Kostbare Fracht. Dunkel ragten die Berge gegen den gestirnten Nachthimmel, die Wellen des Stromes zogen rauschend an den wartenden Schiffern vorüber. Da bebte plötzlich die Erde, un im nächsten Augenblick stand oben das verfallene Gemäuer in Glut und Flammen. Aus dem Turm aber fuhren zwei feurige Ungetüme heraus, wie riesengroße Truhen anzusehen, darauf saßen zwei baumlange Teufel. Wie der Blitz sausten sie den Berghang herab und landeten mitten auf der Plätte.
Den Schiffern standen vor Grauen und Schrecken die Haare zu Berge. Die Teufel aber taten recht geschäftig, sie verluden die Truhen voll Eifer und setzten sich dann wieder rücklings darauf.
Nun stießen die Schiffsleute die Plätte vom Ufer und riefen: "In Gottes Namen, fahren wir!"
Als das die Teufel hörten, sprangen sie entsetzt auf und stürzten sich in die Fluten der Donau. Zischend und brausend schlugen die Wellen über ihnen zusammen.
Die Plätte mit der seltsamen Fracht aber kam unversehrt bis nach Passau.

Weiter Infos:
http://www.hofkirchen.at/haichenbach.htm